– gesellschaft

1.1.3. – Die bisherigen Gesellschaftsordnungen der Menschheitsentwicklung

Die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit begann vor ca. 15.000 Jahren mit der Urgesellschaft der Jäger und Sammler, die sich dann als Bauern und Viehzüchtern an Orten und in Ländern niederließen, wo sie sesshaft wurden.

Von der erstren Gesellschaft der Jäger und Sammler, über die ansässige werdenden Ackerbauern und Vielzüchtern entsteht die Gesellschaft der Habgierigen und Gewalttätigen, in der die Stärksten und Klugsten herrschen. Die Stärksten und Klügsten entstehen bereits in der noch bestehenden Gesellschaft der Ansässigwerdenden.

Die Stärksten schaffen mit Gewalt  durch Überfall auf die Nachbarvölker, um sich zugleich auch mehr Grund und Boden anzuschaffen und für dessen Bearbeitung auch kostenlose Arbeiter in Form der Sklaverei sich untertan zu machen.

Nach dem relativ friedlichen  Zusammenleben in der Urgesellschaft  folgten dann Gesellschaftsordnungen, die durch die Machtausübung der Starken über die Schwachen den geschichtlichen Weg bis heute kennzeichneten:

  • die Sklavenhaltung
  • die Herrschaft des Feudaladels
  • der Kapitalismus

Die Entwicklung der nächsten Gesellschaft – der Feudaladel / Feudalismus ca. 500 bis 1400 n.J.C. – läst eine Ordnung entstehen, die die Machtstellung entweder friedlich in der Familie des Herrschenden weitergibt, oder durch Kriege zwischen den Nachbarn der Herrschenden entschieden wird. Zugleich entwickelt sich die Fähigkeit der Produktion neuer Waren, die das Leben der Herrschenden verbessert, aber dabei die Beherrschten weiter in die Armut gleiten lässt.

Gesellschaft zerstören

Bernd Hamm

Die amerikanische Version von Demokratie und Menschenrechten besteht im wesentlichen aus der Freiheit der Unternehmen, bestimmte Gesetze so auszulegen, wie es in die jeweils aktuelle Firmenpolitik passt. Natur- und Umweltschutz wird den Konzerninteressen geopfert. Die überaus enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft tut ein übriges dazu. Wer als Politiker in den USA erfolgreich sein will, braucht die direkte finanzielle Unterstützung von Unternehmen und anderen Sponsoren, die im Fall einer gewonnenen Wahl natürlich auch eine bevorzugte Behandlung, sprich politische Entscheidungen in ihrem Sinn einfordern.

Die reale Politik eines Staates, auch eines demokratisch legitimierten, hat mit den von ihm propagierten ethisch-moralischen Zielvorstellungen in der Regel nicht viel gemeinsam. Politisches Handeln und die tatsächlich verfolgten Ziele sind nicht selten den offiziell verkündeten Parolen diametral entgegengesetzt. Die Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten erweist sich schnell als bloßes Lippenbekenntnis, wenn es um die eigenen strategischen und wirtschaftlichen Interessen geht.

Bernd Hamm beschreibt dies anhand der US-amerikanischen Politik. In seinem Buch Gesellschaft zerstören läßt er einige ihrer Kritiker zu Wort kommen. Herausgekommen ist eine Sammlung von Meinungen, die sich kritisch sowohl mit der aktuellen Politik, als auch mit einen Neo-Liberalismus auseinandersetzen, dessen Auswirkungen sich direkt an der “tatsächlichen Lage der Nation” (im Artikel von Jay Shaft) ablesen lassen.

Natürlich fehlt in diesem Buch auch nicht ein Artikel, der sich mit den Ungereimtheiten der Attentate vom 11. September beschäftigt. Walter E. Davis spricht noch einmal die wichtigsten Wiedersprüche und Unwahrscheinlichkeiten an, die auch durch die offizielle Information nicht ausgeräumt werden können. Im Gegenteil, es bleiben viele, all zu viele Fragen weiter offen.

Wer den politischen Parolen des selbsternannter Verteidigers der Freiheit Glauben schenkt, der sollte sich den Beitrag von William Blum durchlesen, der auf 50 Seiten akribisch sämtliche internationalen Interventionen der USA von 1945 bis heute auflistet. Ein Beispiel für die Verteidigung dessen, was die US-amerikanische Politik unter Demokratie und Menschenrechten versteht.

Gesellschaft zerstören ist schon fast ein Schwarzbuch über die reale Politik einer Nation, deren Credo darin besteht, Profit zu maximieren. Doch die Bürger wollen diese Politik nicht mehr mittragen, das zeigt Laurel E. Phoenix in seinem Schlußartikel, in dem er über Proteste und Protestbewegungen in den USA berichtet. Nicht Amerika steht unter Verdacht, sondern seine Politiker und Berater, die gemeinsam versuchen, die Fundamente von Demokratie und Menschenrechten zu untergraben.