– bildung

Gleiche Bildung und Information für Alle

Wissen über das Leben in der Gesellschaft ist die Voraussetzung für die Gestaltung einer alternativen Gesellschaft

In seinem unter Teil 2.3 veröffentlichten Artikel „Das Ende der Demokratie“ verwies Bernd Hamm darauf, dass die bisherige Bildung der ins Leben tretenden jungen Menschen nur soweit „von Staatswegen“ wahrgenommen und gefördert wird, wie diese in der Lage versetzt werden können, in erster Linie die Bedürfnisse der herrschenden Klasse, also den Finanzmagnaten, den Oligarchen und den Neureichen, so zu befriedigen, damit ihr Reichtum  sich vergrößert und geschützt werden kann.

Zieht man  aus der bisherigen Entwicklung des Menschen als Individuum und der von den Individuen allein oder im Gemeinschaft initiierten und praktizierten  Gesellschaftsordnungen, die notwendigen und richtigen Schlussfolgerungen, dann kommt man – und damit meine ich zu allererst den Autor und dann auch sicher den Großteil der Leser und Mitdenker dieses Buches und der in ihm gestellten Frage nach notwendiger Bildung und Information – zu der Erkenntnis, das nur eine von Vernunft und Wissen getragene Antwort auf die obige Frage gegeben werden kann. Das betrifft diese Erkenntnis nicht nur uns  Autoren und Mitdenker, sondern insbesondere in erster Linie auch jene Mitmenschen, die aus sozialen und persönlichen Gründen keine Möglichkeit hatten, sich das vorhandene Wissen über das Schicksal der Menschheit anzueignen.

In der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaftsordnung zahlt zwar der „normale“ Bürger der meisten Länder  seine Steuern regelmäßig in die vom Staat verwaltete Kasse, erhält aber von diesem Staat keine kostenlose Bildung seiner Kinder. In der Bundesrepublik Deutschland müssen, wie in vielen anderen Ländern die Eltern  für die Vermittlung von Wissens, diesem gemeinsamen Gutes der Menschheit, an ihre Kinder zusätzliches Geld in die Staatskasse einzahlen. Da bei steigender Armut in der Bundesrepublik so manche Familien bzw. Alleinerziehende nicht in der Lage sind, die Kosten aufzubringen, haben einige Länderregierungen bereits damit angefangen, den Aufenthalt von Kindern in den KITAs / Kindertagesstätten grundsätzlich kostenlos für die Eltern zugewährleisten, so z.B. im Land Brandenburg.

In Deutschland beginnt man, d.h. die einzelnen Landesregierungen, jedoch mit unterschiedlichem Elan, damit,  in den Kitas nicht nur die Kinder über rund 8 Stunden zu betreuen, sondern – nach dem Vorbild der französischen „écoles maternelles“ – auch für alle Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahre eine Vorschulbildung einzuführen. Dadurch kann dann den  Schülern im ersten Schuljahr bereits Wissen vermittelt werden, statt das erste Schuljahr nur mit der Vermittlung des ABC und dem 1+1 = 2-Rechnen zu vergeuden.   Das in den folgenden 8 Schuljahren zu vermittelnde Wissen sollte sowohl in den staatlichen als auch privaten Grundschulen übereinstimmend gleich sein. Es sollte ein Grundwissen für das Leben sein, das den Schülern nach dem 6 Schuljahr bevorsteht. Darunter sollte auch das erzieherische Wissen über die ethisch-moralischen Grundwerte des in der Gemeinschaft zusammenlebenden Menschen vermittelt werden. Die Kinder sollten wissen und erkennen, dass ihre spätere Selbstverwirklichung dann nur im Rahmen der Grundgesetze der Gemeinschaft sowohl ihres Landes als auch der Gemeinschaft aller Völker auf diesem Planeten verwirklicht werden kann. Alle Kinder sollten genügend Grundwissen über die Naturgesetze im Allgemeinen und die gesellschaftlichen Regeln und Gesetze des in Gemeinschaft lebenden Menschen erwerben, um später nach Beendigung der Grundschulbildung selbständig über ihren  späteren Lebensweg entscheiden können. Bereits heute fordern viele humanistisch denkende Eltern und Lehrer, aber auch viele Wissenschaftler und Politiker eine solche Grundausbildung für jedes Kind. Es sollte bereits in der Grundschule die Grundregel für das Zusammenleben in der Gemeinschaft kennenlernen:

Wenn Du im Leben etwas haben willst, dann solltest Du der Gemeinschaft, in der Du lebst, auch etwas geben, egal in welcher Form.  Es muss nicht immer das von Dir erarbeitete Geld sein. Du kannst ja der Gesellschaft auch Deine künstlerischen Produkte oder Dein durch Studium erwordenes Wissen sein, das für den oder die Anderen ebenfalls einen Wert bedeutet. Wichtig ist nur eine klare Entscheidung über die von der Gemeinschaft vermittelten Informationen über die vielfältigen Wege und Möglichkeiten Deiner individuellen Selbstverwirklichung, die Dir ein glückliches Leben ermöglicht. Du solltest zugleich über die Möglichkeiten und Grenzen informiert sein,  in derem Rahmen  Du dann auch in der Lage bist, über Deinen weiteren Lebensweg selbst zu entscheiden.

Für die psychisch-physischen Entwicklung der zukünftigen Generationen müsste schon die heutige Generation die Bedingungen schaffen. Um das tun zu können, bedarf es auch bereits für die heute Lebenden einer entsprechenden Bildung bzw. Weiterbildung.

Information über das tägliche Leben in der Gesellschaft ist die Voraussetzung für das glückliche individuelle Leben

Eine Information ist gemäß der Informationswissenschaft die  Übermittlung von Wissen.

[Wikipedia]

  • Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – z. B. um eine Handlung vorzunehmen (z. B. Entscheidung zu treffen).
  • Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
  • Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
  • Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
  • Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
  • Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
  • Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
  • Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
  • Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.

In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.

[H.Grützke]

In der gemeinschaftlichen Weise des Zusammenlebens der Individuen spielt die Information eine bedeutende Rolle für die individuelle Selbstverwirklichung. Eine „gute“ Information kann letztendlich zu einem Glücksgefühl führen. Die „gute“ Information hat  auch die „schlechte/böse“ Information als Alternative für das Leben eines individuellen Empfängers.

In der Regel wird/kann eine „schlechte“ Information vom Empfänger auch als Wegsteuerung wahrgenommen, die ihn auf den richtigen Weg lenken kann.

Im Bereich des individuellen Handelns im beruflichen oder auch privaten Leben gibt es auch eine dieses Lebens stark schädigende Kommunikationsform: die „asymmetrische Information„.

Joseph E. Stiglitz, Nobelpreisträger 2001 im Bereich Wirtschaft, Prof. an der Columbia-Universität, New York, Berater des ehem. Präsidenten Bill Clintons, erläuterte in seinem Buch „Die Roaring Nineties – der entzauberte Boom“ die Ursachen der Welt-Finanzkrise Anfang des 21. Jahrhunderts. In derem Verlaufe und besonders an derem Ende gab es einige Gewinner und viele Verlierer. Die „winner“ nutzen in der Regel die Methode der „asymmetrische Inormation“ gegenüber dem „looser“. Der Investierer in irgendein Finanzprojekt wurde in der Vertragsverhandlung nicht über die fast mit Sicherheit eintretenden Risiken des Projektes informiert. Der Geldnehmer seinerseits war darüber informiert und „gewann“ schließlich das Geschäft.

Hier fällt es uns leicht, eine konkrete Alternative zum gesellschaftlichen (Fehl-)Verhalten des Finanzkapitals durch die Nutzung der asymmetrischen Information zu formulieren: Asymmetrische Information im Bereich von Wirtschaft und Politik sollte in der alternativen Gesellschaft untersagt sein. Sie wird juristisch als Betrug gekennzeichnet. Ihre Nutzung würde ansonsten juristisch geahndet werden.

 

Eine notwendige Voraussetzung für alle Menschen: Gleiche Bildung und Information

Entsprechendes Wissen als Voraussetzung für die Gestaltung einer alternativen Gesellschaft

[Horst Grützke]

In seinem unter Teil 3.4  veröffentlichten Artikel „Das Ende der Demokratie“ verwies Bernd Hamm darauf, dass die bisherige Bildung der ins Leben tretenden jungen Menschen nur soweit „von Staatswegen“ wahrgenommen und gefördert wird, wie diese in der Lage versetzt werden können, in erster Linie die Bedürfnisse der herrschenden Klasse, also den Finanzmagnaten, den Oligarchen und den Neureichen, so zu befriedigen, damit ihr Reichtum  sich vergrößert und geschützt werden kann.

Zieht man  aus der bisherigen Entwicklung des Menschen als Individuum und der von den Individuen allein oder im Gemeinschaft initiierten und praktizierten  Gesellschaftsordnungen, die notwendigen und richtigen Schlussfolgerungen, dann kommt man – und damit meine ich zu allererst den Autor und dann auch sicher den Großteil der Leser und Mitdenker dieses Buches und der in ihm gestellten Frage nach notwendiger Bildung und Information – zu der Erkenntnis, das nur eine von Vernunft und Wissen getragene Antwort auf die obige Frage gegeben werden kann. Das betrifft diese Erkenntnis nicht nur uns  Autoren und Mitdenker, sondern insbesondere in erster Linie auch jene Mitmenschen, die aus sozialen und persönlichen Gründen keine Möglichkeit hatten, sich das vorhandene Wissen über das Schicksal der Menschheit anzueignen.

In der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaftsordnung zahlt zwar der „normale“ Bürger der meisten Länder  seine Steuern regelmäßig in die vom Staat verwaltete Kasse, erhält aber von diesem Staat keine kostenlose Bildung seiner Kinder. In der Bundesrepublik Deutschland müssen, wie in vielen anderen Ländern die Eltern  für die Vermittlung von Wissens, diesem gemeinsamen Gutes der Menschheit, an ihre Kinder zusätzliches Geld in die Staatskasse einzahlen. Da bei steigender Armut in der Bundesrepublik so manche Familien bzw. Alleinerziehende nicht in der Lage sind, die Kosten aufzubringen, haben einige Länderregierungen bereits damit angefangen, den Aufenthalt von Kindern in den KITAs / Kindertagesstätten grundsätzlich kostenlos für die Eltern zugewährleisten, so z.B. im Land Brandenburg. In Deutschland beginnt man, d.h. der Staat, damit,  in den Kitas nicht nur die Kinder zu betreuen, sondern ihnen auch nach dem Vorbild der französischen „écoles maternelles“ auch für alle Kinder von 3 bis 6 Jahre eine Vorschulbildung, so dass den  Schülern im ersten Schuljahr bereits Wissen vermittelt werden kann. Das in den folgenden 8 Schuljahren zu vermittelnde Wissen sollte sowohl in den staatlichen als auch privaten Grundschulen übereinstimmend gleich sein. Es sollte ein Grundwissen für das Leben sein, das den Schülern nach dem 6 Schuljahr bevorsteht. Darunter sollte auch das erzieherische Wissen über die ethisch-moralischen Grundwerte des in der Gemeinschaft zusammenlebenden Menschen vermittelt werden. Die Kinder sollten wissen und erkennen, dass ihre spätere Selbstverwirklichung dann nur im Rahmen der Grundgesetze der Gemeinschaft sowohl ihres Landes als auch der Gemeinschaft aller Völker auf diesem Planeten verwirklicht werden kann. Alle Kinder sollten genügend Grundwissen über die Naturgesetze im Allgemeinen und die des in Gemeinschaft lebenden Menschen erwerben, um später nach Beendigung der Grundschulbildung selbständig über ihren  späteren Lebensweg entscheiden können. Bereits heute fordern viele humanistisch denkende Eltern und Lehrer, aber auch viele Wissenschaftler und Politiker eine solche Grundausbildung für jedes Kind. Es sollte bereits in der Grundschule die Grundregel für das Zusammenleben in der Gemeinschaft kennenlernen:

Wenn Du im Leben etwas haben willst, dann solltest Du der Gemeinschaft, in der Du lebst auch etwas geben, egal in welcher Form – es muss nicht nur immer das von Dir erarbeitete Geld sein. Du kannst ja der Gesellschaft auch Deine künstlerischen Produkte oder Dein durch Studium erwordenes Wissen sein, das für den oder die Anderen ebenfalls einen Wert bedeutet. Wichtig ist nur eine klare Entscheidung über die von der Gemeinschaft vermittelten Informationen über die vielfältigen Wege und Möglichkeiten Deiner individuellen Selbstverwirklichung, die Dir ein glückliches Leben ermöglicht. Du solltest zugleich über die Möglichkeiten und Grenzen informiert sein,  in derem Rahmen  Du dann auch in der Lage bist, über Deinen weiteren Lebensweg selbst zu entscheiden.

Um die notwendige psychisch-physischen Entwicklung der zukünftigen Generation zu gewährleisten, sollte bereits die heutige Generation die Bedingungen dafürs schaffen. Das allerdings setzt voraus, dass die heute Lebenden vermittels einer entsprechende Bildung bzw. Weiterbildung über das notwendige Wissen verfügen.

Zusammenfassend: Formen und Methoden der Erreichung einer alternativen Gesellschaft

Seit Jahren wird eine Debatte über die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommems in erster Linie eine Alternative zur Überwindung der Armut und der asozialen und ungerechten Lebensweise in der kapitalistischen Gesellschaft wäre. Das BGE wird von einer Mehrheit der auf unsere,m Planeten lebenden Menschen von den immer noch kapitalischen Herrschen demokratisch eingefordert.

Wir hatten bereits hinsichtlich der demokratischen Durchsetzung einer staatsrechtlich verbindlichen Weltethos-Grundregel über das Verhalten eines jeden Individuums in seiner gemeinschaftlichen Lebensform sowohl als unbedingte geeinschaftlichen Erziehung als auch als eine der moralisch wichtigsten Grundaussage einer Bildung von Kindesbeinen an ynderer Stelle gesprochen.

Bemerkenswert wäre noch der Hinweis, dass im gemeinschaftlichen Leben der meisten Tierkategorien Solidarität, gegenseitige Hilfe und Schutz gegenüber einer Bedrohung einzelner Gemeinschaftsangehörigen als Teil der genetischen Weitergabe dieses Verhaltens von den Eltern an die eigenen Nachkommen weitergegeben wurden und weitestgehend auch noch  weitergegeben werden.

Was bei den Tieren praktisch durch das von Natur aus vorgegebene Verhalten weitergegeben und dann auch unbewußt aber triebmäßig im täglichen Verhalten des einzelnen Nachkommer praktiziert wird, ist bei den Menschen im Verlaufe ihrer gesellschaftlichen Entwicklung nur ungenügend vorhanden. So leben wir in einer Gesellschaft, in der die Naturtriebe des Menschen in jedem einzelnen individuum meist unterschiedlich aber auch sogar sehr forciert dem Bösen im Menschen folgte. Habgier, Gier und ….. überwiegten und verniedlichte immer mehr das Gute im Denken und Verhalten vieler Menschen. Dieses sogenannte Unmoralische im Verhalten findet man sowohl bei denen, die bereits genügend Geld besassen wie auch bei Jenen, die karrierebesessen ihren Weg nach „oben“ über Leichen gehen. Dabei werden sie ja noch durch neo-liberale Wirtschaftsideologie gesteuert und unterstützt. Die Leitkultur auf diesem Gebiet herrscht rund um den Erdball: Auf dem Markt gibt es nur „winner“ und „looser“ – Gewinner und Verlierer.  So werden heute noch immer die BWL-Studierenden angespornt schnell zu lernen, aber eben nur BWL und nicht noch andere „unnützliche“ Wissensgebiete, um dann auch mit allen Mittel die Leiter nach oben schaffen zu können. Der Wirtschaftsberater von Clinton, der spätere Nobelpreisträge Joseph F. Stieglitz, hatte in seinem Buch über die seit Anfang des 21. Jhd. bestehende Welt-Finanzkrise, die winner dadurch gewinnen lassen, weil diese nur deshalb konnten, weil sie die winner durch die Methode der asymmetrischen Information all ihre Konkurrenten bzw. Mitläufer auf dem Plateau der Rendite oder des versprochenen Gewinns zu looser werden ließen.

Die. die bereits das Geld in der Hand hielten wßten um das mögliche Risikos auf dem Markt. Der Geschäftspartner verließ sich auf Versprechen und zogen zum Schluß den Kürzeren.

Als Schlussfolgerung aus diesen jüngsten historischen Ereignissen stellen darum auch als ersten Schritt in eine gesamtgesellschaftliche Alternative, Die Notwendigkeit einer fast alle Gebiete menschlicher zivilisatorischer Entwicklung umfassenden Bildung des Menschen  muss bereits heute beginnen. Einer Bildung, die sowohl die naturwissenschaftliche Entwicklung des Planeten Erde und seiner biologischen Gattungen, also auch des Menschen, als auch die gesellschaftliche Entwicklung der menschlichen Gemeinschaften und die Ordnungen, die das Zusammenleben der Menschen in ihren jeweiligen Gemeinschaften rechtlich sichert. Genauso ist das Wissen um die Formen und Methoden zur Sicherung einer friedlichen und gleichberechtigten Gesesellschaft für jeden souverän und selbstsicher werdenden Erwachsenen unbedingt notwendig. Demokratie muss von jedem im Lande Lebenden praktiziert werden, sowohl um Subjekt einer Souveränität als auch ihr Objekt werden zu können.

Eine solche breite Allgemeinbildung für eine aktives Mitgestalten einer alternativen Gesellschaft sollte bereits heute, mitten im Kapitalismus beginnen. De erwachsenen „Staatsbürger“ der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wären gut beraten, wenn sie jetzt bereits beginnen, über die Formen und Methoden der Erreichung einer Alternative nachzudenken und mit anderen Mitbürgern darüber zu debattieren. Schließlich wäre es angebracht, das wirklich demokratische Prinzip zu erkennen und umzusetzen.: Die Mehrheit des Volkes entscheidet über sein heutiges und morgiges Schicksal und übt als Souverän auch selbst und direkt die Macht aus. 

Es versteht sich von selbst, wenn das Volk seine ihm konstitutiv zugestandere Souveränität in den wesentlichsten Fragen selbst und direkt entscheidet und es nicht wie jetzt üblich auf dem Umweg über delegierte oder gewählte Vertreter einer Partei überläßt,

Die zur Zeit scheinbar beste Form und Methode der demokratischen Wahrnehmung der eigenen Souveränität besteht in der von bereits vielen Wissenschaftlern und Politikern zum Ausdruck gebracht Konzeption der Gründung einer Bürgerbewegung. In einer solchen Volksbewegung  bereits die verschiedensten Bürgervereine und -Initiativen mit ihren Mitgliedern gemeinsam mit kompetenten Vertretern der Wissenschaften über die gesellschaftlichen Aktivitäten  zum Schutz und Sicherung der Natur auf unserem Planeten sowie die sogenannte faire Nutzung des Grund und Bodens sowie der kulturellen selbst geschaffenen Reichtümern der Region, des Landes und des Kontinents, auf dem das jeweilige Volk lebt, sowie über die Überwindung drohender Katastrophen und der notwendiger Maßnahmen zur Verbesserung des gesellschaftlichen und sozialen Lebens beraten und auch entscheiden.

Mit Hilfe der heute bereits sehr nützlichen digitalen Kommunikationsmittel und -Wege ist eine solche Debatte und späteren Meinungsfindung in den entstehenden Bürger-Communities jedenfalls leichter zu realsieren, als Versammlungen in den Dörfern, Städten und Regionen, um schließlich eine Mehrheitsmeinung zu Lösungen bestimmter zentraler fachlicher Fragen zu einer verbindlichen Aufgabenstellung  zu schaffen. Jede regionale und fachlich orientierte Gruppe dieser Bürgerbewegung, deren Ziel die Ausarbeitung inhaltlicher Kernaussagen  legt diese als Vorlage für eine Abstimmung durch das Volk  diesem Volk vor.

Für die Wahrnehmung der Souveränität des jeweiligen Volkes hat sich dieses Volk gemäß Verfassung einen Staat geschaffen, eine Organisation, die ausschließlich in ihrer Gesamtheit und ihrer Aktitivität die Realisierung des Volkswillens zur Aufgabe hat. Diese Organisation „Staat“ setzt sich aus vier Bereichen zusammen:

  • die Legislative, die aus gewählten Vertretern der Bürgerbewegung besteht, und die insbesondere die Gesetze des „Alltags“ berät und beschließt.
  • der Ethikrat als Beratungs- und Kontrollgremium ein Widerspruchsrechts hat gegenüber Entscheidungen innerhalb des Volkes als auch Entscheidungen seitens  des legislativen Volksrates, sowie des obersten Gremiums der Republik – den nationalen Präsidialrat. sofern diese Entscheidungen gegen die Prinzipien der national übernommenen, vom Weltethikrat ausgearbeiteten und von der UN-Vollversammlung mehrheitlich beschlossenen ethisch-moralischen Grundregeln des Verhaltens der Völker und der darin zusammengeschlossenen Individuen, verstoßen haben oder verstoßen werden.
    Der nationale Ethikrat hat das Recht, Mehrheitsbeschlüsse der Legislative, die sich als schädlich insbesondere gegenüber der Minderheit des Volkes erweisen, und Verstöße der Exekutive gegen die konstitutionell festgeschriebenen Rechte und Pflichten eines jeden Bürgers und Bewohner des Landes, der Jurikative – dem Obersten Gericht des Landes – zur rechtlichen Verfolgung vorzulegen.
  • die Exekutive als Gremium – Regierung – das die vom Volk beschlossenen Grundgesetze und die von der Legislative beschlossenen sachlich-fachlichen Grundfragen umsetzt. Das betrifft die praktische Wahrnehmung der Souveränität des Volkes, dessen Diener bzw. Realisator der Staat als poltisisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation. Die Regierung hat das Recht, der Legislative Vorschläge für bessere Formen und  Methoden der kulturell-zivilisatorischen Entwicklung des gesamten Volkes zu unterbreiten.
  • die Judikative – lat =„Recht sprechen“; früher auch Jurisdiktion genannt) bezeichnet die „richterliche Gewalt“ im Staat, ausgehend von der klassischen dreigliedrigen Gewaltenteilung in Legislative (Parlament als gesetzgebende Gewalt), Exekutive (Regierung und Verwaltung als vollziehende Gewalt) und rechtsprechende Gewalt. – setzt sich aus Vertretern des Volkes zusammen und werden vonm Volk auch gewählt.
    Das Oberste Gericht des Landes reagiert unmittelbar gegen individuelle oder kollektive Verstöße gegen die konstitutiv festgeschriebenen kollektiven Rechte des Volkes.
  • der Präsidial-Rat, der sich aus dem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten zusammensetzt, kontrolliert die exekutive Umsetzung der vom Volk beschlossenen Grundgesetze; er hat die Vollmacht den Regierungschef und oder bestimmte Minister ihres Amtes zu entheben. Der Präsidialrat entscheidet mehrheitlich.
    Der Präsidialrat vertritt das Land und seiner Bewohner, die die drei Präsidialratsmitglieder mehrheitlich gewählt hatten, gegenüber anderen Ländern und Völkern, sowie in den Gremien der Vereinten Nationen. In internationalen Fragen arbeitet der Präsidalrat mit dem Minister für auswärtige Angelegenheiten zusammen.

 

 

 

 

Horst Grützke, Mai 2018